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Christusfest

Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums haben wir als evangelische und katholische Kirchengemeinden der Stadt Krakow mit einem Gottesdienst ein gemeinsames ökumenisches Christusfest gefeiert. Der Leitsatz dieses Festes war eine Aussage von Paulus, die er in seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth schrieb:

„Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus“

1. Korinther 3, 11

Diesen Grund für unser Leben, für unsere Erlösung und für unsere Ewigkeit und alles was wir darüber wissen müssen, finden wir nur in der Bibel. Deshalb gab es auch eine eigene kleine Bibelausstellung aus unserer Gemeinde. So konnten wir auf die lange Tradition des Bibellesens und auf verschiedene moderne Bibelstudienmöglichkeiten hinweisen.

Den Gottesdienst haben wir als katholische und evangelische Gemeinden gemeinsam gestaltet. Ein Geschichtsrückblick machte die vielfältigen Ergänzungen der beiden Gemeinden deutlich. Es war ein gemeinsamer Chor aus beiden Gemeinden zusammengekommen. Auch der Posaunenchor hat gespielt. Pastor Mitchell Grell aus Güstrow wies in seiner Predigt darauf hin, dass wir auch heute wieder in der Gefahr stehen, uns auf andere Menschen oder auf uns selber und unser eigenes Tun mehr zu verlassen als auf Jesus Christus.

Mit einem Abendbrot auf dem Kirchplatz aus Dirk Grosches Gulaschkanone klang das Fest aus. Das Zelt für das Beisammensein hatte die Charlottenthaler Feuerwehr gestellt. Ein  herzlicher Dank an alle Mitwirkenden.

Das Wort läuft – Eine Kirchenregion pilgert

Zum Jubiläum 500 Jahre Reformation startet die Kirchregion Güstrow ein besonderes Projekt. Ein Hauptanliegen Martin Luthers war es, dass das Wort Gottes, wie es sich in der Bibel findet, immer wieder neu zur Sprache kommt und dadurch den Menschen zum Segen wird. Dieses Anliegen nehmen wir mit unserem Projekt auf. Gleichzeitig wollen wir erlebbar machen, wie sehr uns das Wort Gottes miteinander verbindet. Und wir wollen es tun, indem wir den Segen des Wortes von Gemeinde zu Gemeinde weitergeben. Dazu einigt sich jede Gemeinde auf einen bestimmten biblischen Text, der ihr im Augenblick besonders am Herzen liegt und den sie gerne weitergeben möchte.

Für die Weitergabe der unterschiedlichen Texte haben wir einen Pilgerweg durch unsere ganze Kirchenregion erarbeitet und für die einzelnen Etappen jeweils einen bestimmten Termin festgelegt. Jede Etappe führt von einer Gemeinde zu einer ihrer Nachbargemeinden. So ist jede Gemeinde einmal empfangende und einmal bringende. Die Pilgergruppe startet mit einer Andacht in einer der Kirchen in ihrem Gemeindegebiet und macht sich zu Fuß oder auch mit dem Rad auf den Weg zu einer der Kirchen in der Nachbargemeinde. Dort stellt sie in einem Gottesdienst ihren Text vor und lässt die anderen daran teilhaben, was ihr an der Erzählung oder an einer anderen Art von Text wichtig geworden ist. Auf welche Weise dies geschieht, kann jede Gemeinde selbst entscheiden.

Für den Gottesdienst bekommt jede Gemeinde eine Handreichung mit einem Ablauf sowie mit Texten und Liedern, die uns auf dem gesamten Weg durch alle Gottesdienste begleiten. Daneben ist aber auch genug Raum für individuelle Gestaltung. Natürlich kann man zusätzlich zur eigenen Etappe so viel andere Etappen mitlaufen wie man mag. Die Etappen beginnen in der Regel in jeder Gemeinde immer um 9:00 Uhr. Abweichungen davon sind im Routenplan vermerkt. Da die Strecken unterschiedlich lang sind, lässt sich für die Gottesdienste in den Gemeinden, die das Wort empfangen kein einheitlicher Termin festlegen. Der Beginn der Gottesdienst kann in den Gemeinden angefragt werden.

1. Etappe: Güstrower Dom auf dem Weg nach Lüdershagen (Samstag, 08.04.)
Am Inselsee entlang nach Kirch Rosin, von dort durch den Wald auf dem Waldweg nach Lüdershagen. Strecke: 11,4 km, ca. 3 Stunden Fußweg

2. Etappe: Lüdershagen auf dem Weg nach Krakow am See (Samstag, 22.04.)
Von Lüdershagen Landweg über Klein Grabow bis Groß Grabow, dann Radweg entlang der L37 über Charlottenthal nach Krakow. Strecke: 9 km, ca. 2 Stunden Fußweg

3. Etappe: Krakow am See auf dem Weg nach Serrahn (Samstag, 06.05.)
Von Krakow entlang der L37 bis zum Blechern Krug, am Campingplatz vorbei auf dem Landweg Richtung Serrahn. Strecke: 8 km, ca. 2 Stunden Fußweg

4. Etappe: Langhagen auf dem Weg nach Lübsee (Samstag, 20.05.)
Durch den Wald über Dersentin und Grünhof nach Lübsee.  Strecke: 9,4 km, ca. 2,5 Stunden Fußweg, Andacht in Lübsee um 18 Uhr.

5. Etappe: Schlieffenberg auf dem Weg nach Recknitz (Samstag, 10.06.)
Feldweg Richtung Niegleve, an Nieglever Kreuzung rechts durch den Wald Richtung Mierendorf, von Mierendorf über Landweg nach Zapkendorf, von Zapkendorf durch den Wald Richtung Recknitz. Start in Schlieffenberg um 14 Uhr, Strecke: 11,2 km, ca. 3 Stunden Fußweg, Andacht in Recknitz um 17 Uhr

6. Etappe: Hohen Sprenz auf dem Weg nach Schwaan (Samstag, 17.06.)
Strecke: 10,5 km, ca. 2,5 Stunden Fußweg

7. Etappe: Von Groß Grenz nach Neukirchen (Sonntag, 02.07.)
Strecke: 8,1 km, ca. 2 Stunden Fußweg

8. Etappe: Von Moisall auf dem Weg nach Qualitz (Sonntag, 16, 16.07.)
Start mit Andacht um 9 Uhr, Radtour beginnt um 9:30 Uhr, Mittagsgebet in Qualitz um 12 Uhr

9. Etappe: Baumgarten auf dem Weg nach Bützow (Samstag, 12.08.)
Strecke: 11,4 km, ca. 3 Stunden Fußweg

10. Etappe: Bützow auf dem Weg nach Parum (Samstag, 26.08.)
Strecke: 13,3 km, ca. 3 Stunden Fußweg

11. Etappe Boldebuck auf dem Weg nach Groß Upahl (Samstag, 09.09.)
Strecke: 10,2 km, ca. 2,5 Stunden Fußweg

12. Etappe: Groß Upahl auf dem Weg nach Lohmen (Samstag, 23.09.)
Strecke: 9 km, ca. 2 Stunden Fußweg

13. Etappe: Bellin auf dem Weg nach Güstrow Pfarrkirche (Samstag, 07.10.)
Strecke: 13,7 km, ca. 3 Stunden Fußweg

Theologischer Thementag

Der Konvent für Missionarische Gemeindearbeit lädt haupt- und ehrenamtliche
Verkündiger und Mitarbeiter am Freitag, 31.03.2017, von 9:30 – 16:30 Uhr in das
kommunale Gemeindezentrum Dambeck bei Röbel zu einem theologischen Thementag ein.

Pfarrer Dr. Tobias Eißler (Gemeindepfarrer in Ostfildern-Ruit b. Stuttgart, Vorsitzender des Pfarrerverbandes CONFESSIO in Württemberg und Mitinitiator des „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“) spricht zum Thema: “Muster ohne Wert? – Die reformatorischen Bekenntnisse” Die Bekenntnisschriften – lange hochgelobt und lautstark bekräftigt – sind fast völlig in Vergessenheit geraten. Ihr Inhalt wird kaum noch gelernt und gelehrt. Auch bei Lehrfragen beruft man sich kaum noch darauf. Zwar werden Pastorinnen und Pastoren der Landeskirchen darauf ordiniert – also dienstverpflichtet -, aber was bedeutet das noch in der Praxis? Welche Rolle spielen diese Bekenntnisse für ehrenamtliche Verkündiger, für die Verkündigung generell, aber auch für das Leben evangelischer Christen?

Reformationsjubiläum 2017

Deutschland und die lutherischen Kirchen weltweit feiern 2017 das 500. Jubiläum der Reformation Martin Luthers. Doch was ist davon geblieben? Feiern wir nur das „Damals“ und die Vergangenheit? Was ist davon noch aktuell? Was ist hat Luther gewollt und was hat er bewirkt? In der Themenreihe „Reformation aktuell“ wollen wir ein paar zentrale Themen der Reformation neu bedenken und auf ihre heutige Anwendbarkeit prüfen.

An diesen Donnerstagen laden wir jeweils um 19:30 Uhr ins Pfarrhaus Krakow zu folgenden Themen ein:

26.01.2017 Allein die Schrift
23.02.2017 Allein Jesus Christus
30.03.2017 Allein die Gnade